Abonnenten
Abonnenten ist der Begriff für Follower auf YouTube. Wer einen YouTube-Kanal abonniert, bekommt neue Videos in seinem Feed angezeigt. Dafür ist ein Nutzerkonto bei Google/YouTube notwendig. Die Anzahl der Abonnenten ist auf YouTube öffentlich für alle sichtbar. Sie ist eine der wichtigsten Erfolgskennzahlen für Creator. Eine hohe Abonnentenzahl ohne viele Views ist aber nichts.
Affiliate Link
Ein Affiliate Link ist ein individueller Tracking-Link, über den ein Creator Provisionen verdient. Klickt ein Zuscher auf den Link und kauft darüber Produkt, wird der Kauf dem Creator zugeordnet.
Affiliate Links werden häufig von Creatorn auch als solche bezeichnet. Oft steht dabei auch nur nur „Werbung“ oder „Anzeige“.
Diese Tracking-Links sind in der Regel sehr lang. Daher werden mit URL-Shortener wie Bit.ly verwendet. Das sieht nicht nur schöner aus, sondern vereinfacht auch die Verwaltung, welche Ziel-URL der Tracking Link haben soll und mögliche Statistiken.
Affiliate Marketing
Affiliate Marketing ist ein Verdienstmodell, bei dem ein Creator Geld verdient, wenn über ihn ein empfohlenes Produkt oder Dienstleistung erworben wird.
Damit dem Creator der Verdienst in Form von Provisionen korrekt zugewiesen werden kann, nutzt man Affiliate-Links oder Rabattcodes. Letzteres vereinfacht das Ganze enorm, da technische Zuordnungsprobleme über verschiedene Browser und Geräte hinweg vermieden werden.
Für die meisten Content-Creator ist Affiliate-Marketing Einnahmequelle Nr. 1. Die Provision bewegst sich meist zwischen 5 und 20 %. Bei digitalen Produkten sind 50 % Standard.
Affiliate-Marketing muss als Werbung gekennzeichnet werden.
Analytics
Analytics bezeichnet die Analyse von Daten eines Content-Creators. Das kann die Reichweite sein, das Engagement oder Follower-Wachstum eines Social-Media-Accounts. Jede Plattform bietet eigene Analytics-Funktionen an – zum Beispiel Instagram Insights oder YouTube Studio.
Viele Marken möchten vor der Schaltung von Werbung Einblick in solche Analyse-Daten haben, um den Wert eines Creators zu bestimmen. Jeder ambitionierte Creator sollte regelmäßig einen Blick auf seine Kennzahlen werfen und diese auswerten. So lässt sich ermitteln, welche Art von Content für Erfolg gesorgt hat, und welche nicht.
Brand Deal
Ein Brand Deal ist eine bezahlte Zusammenarbeit zwischen einem Content-Creator und einem Unternehmen, einer Marke. Die Gegenleistung für den Creator ist hier meist eine direkte, einmalige Zahlung oder das Zuvervügungstellen eines Produktes oder Dienstleistung- ohne Affiliate Marketing. Es gibt aber auch Kombinationen aus beidem.
Teil des Deals können dann Posts, Stories oder Erwähnungen in längeren Videos sein. Auch die Teilnahme an Aktionen einer Marke, etwa eine Reise in ein Land, sowie die Dokumentation dessen auf den Social Media Kanälen kann Teil des Deals sein – ohne dass das Produkt der Brand zwingend im Vordergrund stehen muss.
Call To Action (CTA)
Als CTA wird die direkte Aufforderung des Content Creators an seine Zuschauer/Follower bezeichnet, eine Handlung zu tätigen. Das kann der Klick auf einen Link sein, oder auch das Kommentieren eines Videos oder Abonneiren eines Accounts/Kanals.
CTAs in Content-Formaten sind extrem wichtig. Sie erhöhen die Interaktion mit dem Content, was wiederum die Algorithmen von Social Media Plattformen belohnen. Interaktion zeigt, dass der Content gut ankommt.
Call To Actions helfen Creatorn ihre Ziele zu erreichen. Sei es, ihr Einkommen zu steigern oder auf den entsprechenden Social Media Kanälen zu wachsen oder Aufmerksamkeit für Werbepartner zu erzeugen.
Carousel
Ein Carousel-Post ist ein Content-Format auf Instagram. Es ermöglicht in einem Beitrag mehrere Bilder/Videos. Das Swipen in den Bildern oder Videos wird als Interaktion gewertet, was wiederum der Algorithmus positiv bewertet.
Carousel-Posts eigenen sich etwa hervorragend als angepinnte Beiträge in Instagram-Feeds, um sich neuen Besucher des Profils vorzustellen. Auch Vorher/Nachher Geschichten oder Tutorials sind gute Content-Formate für Karussell-Posts.
Content-Creator
Content-Creator bezeichnet all jene, die auf Social Media Plattformen (regelmäßig) Inhalte hochladen.
Dabei kann es sich etwa um einen Podcaster handeln, YouTube, aber auch Blogger. Content-Creator heben sich von Influencern in der Form ab, dass hier die Reichweite relativ egal ist. Es gibt Content-Creator in sehr nischigen Themen, die nur 500 Follower haben, aber in diesem Thema ein sehr relevantes Sprachrohr sind.
Ein Influencer dagegen benötigt viel Reichweite, da er sich auch vorwiegend über Werbung finanziert und diese nur entsprechend vergütet wird, wenn sie von vielen Personen gesehen wird.
CPM (Cost per Mille)
Der CPM steht dafür, was es kostet, 1.000 Impressionen oder Aufrufe zu erhalten. Thema ist der CPM etwa im Rahmen von Werbekooperationen oder der Vergütung von YouTube an Kanalbetreiber.
Der CPM variiert extrem nach Plattform und Zielgruppe. Ein Instagram Kanal mit einer kaufkräftigen Zielgruppe aus dem Finanzbereich hat einen deutlich höheren CPM als ein Creator, der sich eher an minderjährige Schüler richten und dessen Themensprektrum sehr weit gefächert ist.
Der CPM ist damit vor allem von der Kaufkraft der Zielgruppe und dem thematischen Fokus des Content-Creators abhängig.
Engagement Rate
Die Engagement Rate ist eine Kennziffer dafür, wie aktiv Follower oder Abonnenten mit den Inhalten eines Creators inteagieren. Dabei werden die Interaktionen (Likes, Kommentare, Teilen, Abspeichern) eines Contents in Relation zur Reichweite des Creators gesetzt.
Ein hohes Engagement zeigt, dass die Zielgruppe die Inhalte für relevant erachtet. Hohes Engagement wird vom Algorithmus belohnt.
Bei niedrigen Engagement Raten sollte der Creator etwa neue Content-Formate ausprobieren, den bisherigen Content genauer analysieren, die Follower fragen, welche Art von Content sie sich wünsche oder auf kleine Kniffe wie CTAs zurückgreifen, um das Engagement zu fördern.
Fake Follower
Als Fake Follower werden Follower eines Social Media Kanals bezeichnet, die real existieren oder dem Kanal nicht bewusst folgen (wollten).
Hat ein Kanal etwa 1.000.000 Follower, aber nur 10 Likes auf Beiträge und auch nur 5000 Story-Views, riecht das stark nach Fake Followern. Auch die Herkunft von extrem vielen Followern aus Ländern, die den Content gar nicht verstehen können, sind ein Zeichen für Fake Follower. Ebenso der sprunghafte Anstieg der Follower-Zahl ohne nennenswerten Grund, etwa ein virales Video.
Mittlerweile gibt es Tools, um so etwas auch als Außenstehender zu erkennen. Das ist etwa für Marken wichtig, wenn sie einen Creator für eine Zusammenarbeit buchen möchten.
Fake Follower können auf verschiedenen Wegen online erworben werden. Häufig geschieht dies gar nicht durch den Creator selbst, sondern von missgünstigen Konkurrenten, um dem Ruf eines Creators zu schaden.. Instagram kann das häufig erkennen und entfernt solche Follower automatisch.
Follower
Als Follower werden diejenigen bezeichnet, die einem Content-Creator aktiv folgen und über neue Inhalte durch die Plattform auf einfache Weise benachrichtigt werden möchten. Der Begriff ist mit „Abonennten“ nahezu gleich zu setzen. Je nach Plattform spricht man entweder von Followern (Instagram) oder Abonnenten (YouTube).
Hook
Als Hook wird die Eröffnung eines Videos bezeichnet. Sie ist eines der wichtigsten Faktoren dafür, ob ein Video Erfolg hat. Der Social Media Nutzer im 21. Jahrhundert hat nur wenig Zeit, die ersten Sekunden entscheiden, ob weitergescrollt wird oder nicht.
Der Content-Creator muss daher spannende, überraschende, für den Zuschauer relevante Eröffnungen schaffen, damit dieser bleibt.
Gute Hooks sind etwa Fragen, kontroverse Statement oder auch skurrile Handlungen, die erstmal gar nichts mit dem eigentlichen Thema des Videos zu tun haben müssen und nur das Ziel haben, den Zuschauer zum Bleiben zu animieren.
Es gibt ganze Fortbildungen dazu, wie gute Hooks aufgebaut sein müssen. Da sie wichtig für den Erfolg eines Videos sind, schauen Creator häufig auch bei anderen Creatorn, welche Hooks diese bei reichweitenstarken Videos verwendet haben und kopieren diese.
Je mehr Creator eine bestimmte Art von Hook verwenden, desto eher stumpft diese bei der Zielgruppe aber auch ab. Viele Creator erstellen daher auch den selben Content mehrfach – nur immer mit einer anderen Hook.
Impressionen
Die Impressionen geben einen Wert an, wie oft eine bestimmte Art von Content insgesamt angezeigt worden ist. Sie sind ein wichtiges Zeichen, ob ein Social Media Account wächst.
Je nach Plattform gibt es unterschiedliche Schwellen, wann etwas als gesehen gilt. TikTok Videos etwa haben deshalb hohe View-Zahlen, weil bereits Sekunde 1 als View gilt.
Impressionen sind immer höher als die Reichweite eines Contents oder Social Media Accounts. Viele Creator nutzen bestimmte Strategien, um die Anzahl der Impressionen (künstlich) zu erhöhen. Siehe Loops.
Impressum
Ein Impressum wird immer dann benötigt, wenn eine Webseite oder Social Media Account nicht rein privat genutzt wird. Damit fallen nahezu alle Content-Creator unter die Impressumspflicht.
Rechtlich geregelt ist das in § 5 DGG.
Das Impressum muss u.a. Name, Adresse und Kontaktdaten des Betreibers enthalten oder
In der Praxis haben nicht alle Content-Creator ein Impressum, was gerade dann problematisch ist, wenn Werbung betrieben wird. Für Dritte ist damit nicht erkennbar, wer hinter dieser Werbung steht.
Immer mehr Creator greifen zum Schutz ihrer Privatadresse auf kostengünstige Anbieter zurück, die ihnen eine ladungsfähige Adresse zur Verfügung stellen. So lange sichergestellt ist, dass die Personen hinter dieser Adresse empfangsberechtigt sind, ist das rechtlich auch zulässig. Der Creator muss nur erreichbar sein – das kann auch über Adressen erreicht werden, bei der andere Personen für den Creator die Post annehmen, etc.
Ein fehlendes Impressum kann zu Abmahnungen führen.
Influencer
„Früher waren alle Influencer, heute sind sie Content-Creator“. Das mag oft zutreffen, die Übergänge sind sicher fließend. Zur Unterscheidung wird heute geschaut, was die Person im Kern macht. Wird (fast) nur Werbung betrieben und in keinem Thema wirklich Mehrwert geschaffen, spricht man eher von Influencern als Content-Creatorn.
Ein Influencer hat meist keinen eigenen Produkte, mangels Expertise in einem Content-Bereich, und konzentriert sich auf Werbung für andere Firmen, die aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen können. Ein Content-Creator wählt Werbepartner meist in Bezug auf den Content aus (Darmgesundheit und Supplemente).
Gemäß dem Wortlaut (to influence = beeinflussen), brauchen Influencer oft eine große Reichweite, um überhaupt eine Relevanz darstellen zu können.
Kennzeichnungspflicht
Die Kennzeichnungspflicht bezieht sich auf das Kennzeichnen von bezahlten Kooperationen und Werbung im Allgemeinen. Immer wenn es eine Gegenleistung gab (das kann auch ein kostenloses Produkt sein), muss eine eindeutig sichtbare und unmissverständliche Kennzeichnung erfolgen.
Bezeichnungen, mit denen Creator auf der sicheren Seite sind: „Werbung“ oder „Anzeige“ oder „bezahlte Partnerschaft“. Insbesondere auf Twitch und YouTube in Longform Formaten wird auch auf „Dauerwerbesendung“ zurückgegriffen.
Bei Stories wird dies meist in eine der Ecken geschrieben, bei Beiträgen empfiehlt es sich, gleich zu Beginn des Beitrag, etwa in der Caption.
Loop
Loop bezeichnet das automatische Wiederholen eines Content-Formats durch die Plattform selbst, etwa Reels oder TikToks. Die erneute Wiedergabe wählt erneut als Aufruf. Kreative Creator erstellen ihre Videos so, dass das Ende nahtlos in den Anfang übergeht. Viele Zuschauer merken auf diese Art und Weise nicht, dass das Video erneut gestartet hat.
Dieses Konzept in der Content-Erstellung wird auch als Engagement-Loop bezeichnet, da es zudem Kommentare „provozieren“ kann, wenn der Zuschauer den Effekt bemerkt, was wiederum der Algortihmus positiv bewertet.
Lead
Als Lead wird in der Online-Marketing Welt ein Kontakt bezeichnet, von dem persönliche Daten in der Form vorliegen, dass sie direkt kontaktiert werden können – ohne Social Media Plattformen.
Creator sollten langfristig Leads generieren, etwa in Form von E-Mail Adressen für einen Newslettern, um sich unabhängiger von Social Media Algorithmen zu machen. Sie können so jederzeit, direkter und kreativer ihre Community erreichen.
Klassische Wege, eine E-Mail Liste aufzubauen, ist der Start eines Newsletters, das Zurverfügungstellen eines eBooks im Tausch gegen die E-Mail Adresse oder die Veranstaltung eines Webinars.
Linktree
Linktree (deutsch: Linkbaum) ist ein Tool, das es Creatorn ermoeglicht, mehrere Links hinter einem einzigen Link zu zusammezufassen. Da die Bio in den meisten Social Media Plattformen nur einen Link erlaubt, greifen fast alle Creator auf eine solche Lösung zurück.
Über den Linkbaum kann dann die Webseite, weitere Social Media Kanäle, Affiliate-Links zu Kooperationen und auch ein Impressum angezeigt werden.
Alternativen zu Linktree sind etwa beacons oder auch der Link zu einer eigenen Webseite, die dann in Form eines Linkbaums umgesetzt ist.
Longform Content
Als Longform Content wird Content bezeichnet, der zu lang für etwa TikToks, Reels oder YouTube Shorts ist. Das klassische YouTube Video ist ein longform Content. Möchtest du als Creator ein Thema wirklich tief behandeln, musst du auf diese Contentform zurückgreifen.
Auch Podcastfolgen oder Blogartikel sind Longform Content.
Diese Art von Content hebt sich bewusst ab. Hier nimmt sich die Community des Creators Zeit für Tiefe. Ausführliche Videos und Podcastfolgen verbessern den Aufbau einer Bindung mit dem Zuschauer. Sie ermöglichen, dass Zuschauer und Follower den Creator noch besser kennenlernen und von einer anderen Seite sehen können. Für den Creator sind gerade lange YouTube Videos auch eine Chance, bestimmte Content-Formate auszuprobieren.
Micro Influencer
Als Micro Influencer werden diejenigen bezeichnet, die keine sehr große Reichweite haben (etwa <10.000 Follower), aber dennoch für Marken interessant sein können. Etwa, weil das Thema des Influencers gar keine größeren Reichweiten ermöglicht (Gesellschaftliches Randthema), sie für ihre Zielgruppe aber dennoch als wichtig und relevant angesehen werden.
Manychat
Manychat ist ein Automatisierungstool für Direktnachrichten und Kommentare auf Instagram oder anderen Social Media Plattformen. Es ist das wohl meist genutzte Tool dafür und eignet sich wunderbar für die Monetarisierung oder Generierung von Leads.
In Manychat können Automatisierungen angelegt werden, dass die Follower etwa ein bestimmtes Wort kommentieren sollen und darauf basierend antwortet Manychat im Namen des Creators automatisch auf den Kommentar und sendet eine Direktnachricht – etwa mit einem Link zu einem im Reel erwähnten PDF, Produkt, etc.
Im Ergebnis arbeitet das Tool für den Creator, wenn er nicht auf Instagram aktiv ist. So kann der Creator ohne eigenes Zutun wachsen und Geld verdienen. Da Manychat ein kostengünstiges Tool ist, verwenden es sehr viele Creator.
Mediakit
Ein Mediakit ist eine professionelle Darstellung, meist ein PDF, eines Creators für potenzielle Kooperations- und Werbepartner. Das Mediakit gibt Auskunft über Follower-Zahlen auf den jeweiligen Social Media Kanälen, Engagement-Raten, Conversion-Rates früherer Kooperationen, die genaue Zielgruppe des Creators, mögliche Kooperationsarten und Konditionen für eine Zusammenarbeit.
Je nach Fokus eines Creators ist ein solches Mediakit ein Muss und sollte zumindest auf Anfrage vorliegen. Es muss nicht öffentlich verlinkt sein, da es für Abonnenten und Follower nicht relevant ist.
Rabattcode
Mit einem Rabattcode kann die Community eines Content-Creators vergünstigt ein Produkt oder eine Dienstleitung erwerben. Der Rabattcode trägt in der Regel den Namen des Creators und die Höhe des Rabatts im Namen.
Rabattcodes sind häufig, nicht immer, ein Zeichen dafür, dass der Creator am Ende auch eine Provision vom Unternehmen pro Verwendung des Codes bekommt. Diese Form von Affiliate-Marketing ist Werbung und muss transparent als solche gekennzeichnet sein. In der Praxis wird das von vielen Creatorn unterlassen und kann entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen.
Reel
Reels sind kurze Hochformat-Videos auf Instagram. Diese Form von Videos (Shortform-Content) waren der Erfolgsfaktor von TikTok und Instagram zog mit diesem Feature nach, um ihre Relevanz in der Zielgruppe zu erhalten.
Für Creator sind Reels heute ein unverzichtbarer Teil, um organisch, also ohne bezahlte Werbung, Follower aufzubauen. Reels haben in Instagram einen eigenen Feed und werden auf dem Smartphone der Zuschauer im Vollbildmodus angesehen.
Je nach Status des Accounts dürfen Reels mittlerweile bis zu 180 Sekunden lang sein. Die meisten Reels sind 15 – 90 Sekunden lang.
Reichweite
Die Reichweite gibt an, wie viele Menschen eine bestimmte Art von Content (Video, Beitrag, Story) erreicht hat.
Beim Berechnen der Reichweite (Mein Instagram Kanal erreicht täglich 500.000 Menschen) wird jede Person nur einmal gezählt. Das unterscheidet die Reichweite von den Impressionen.
Revenue Share
Revenue Share ist englisch für Umsatzbeteiligung und kann Teil eines Brand Deals sein. Gerade kleinere Marken haben oft nicht das Budget, einem Creator hohe Summen zu zahlen oder haben Sorge, dass es sich nicht rentiert.
Mit einem Revenue Share hat der Creator ein hohes Eigeninteresse am Erfolg der Kampagne. Damit wird oft gewährleistet, dass der Creator auch hochwertigen Content mit dem vorzustellenden Produkt oder der Dienstleistung erstellt und es in einer Form vorstellt, die für Engagement sorgt.
Je nach dem, um welches Produkt es sich handelt, kann es für den Creator auch deutlich lukrativer sein als eine Einmalzahlung – nur für Werbung.
Schleichwerbung
Von Schleichwerbung spricht man, wenn Inhalte nicht als Werbung gekennzeichnet werden, obwohl eine Form der Vergütung stattgefunden hat oder noch stattfinden wird.
Schleichwerbung ist verboten und kann zu Abmahnungen von Wettbewerbern oder Verbraucherzentralen führen.
Beispiele sind etwa das Vorstellen eines Unternehmens, bei dem der Creator Anteile besitzt. Gerade junge Creator stellen oft Produkte vor, die sie kostenlos erhalten haben, unwissend dass das bereits Werbung ist. Auch das Reisen in ein Hotel, Präsentieren dieser Reise auf Social Media – und das Hotel zahlt die Reise – ist ein typisches Beispiel für Schleichwerbung.
Keine Schleichwerbung ist das Vorstellen von Produkten, die man selbst erworben hat. Bei sehr positivem Vorstellen kann der Creator dabei auch dem falschen Vorwurf der Schleichwerbung ausgesetzt werden. Manche Creator nehmen das auch kreativ witzig in ihren Content auf, verlinken die Marke und fragen scherzhaft, wann sie dafür endlich vergütet werden.
Shortform-Content
Als Shortform-Content werden die klassischen Hochformat Videos auf Instagram (Reels), TikTok (TikToks) und YouTube (Shorts) bezeichnet.
Kurze Content-Formate sind heute der Schlüssel für Wachstum, oft reichen wenige Videos aus, um viral zu gehen und schnell eine Community aufzubauen. Shortform-Content wird von vielen Creatorn auch nur dafür genutzt, um sie auf Plattformen zu leiten, auf denen sie längeren Content produzieren, etwa Twitch oder Podcasts.
Nahezu jeder Creator, auch wenn er eher Longform-Content produziert, ist heute auf Shortform-Content angewiesen, um (neue) Zielgruppen zu erschließen.
Sponsored Post
Ein Sponsored Post ist ein bezahlter Beitrag von einer Marke. Um rechtliche Probleme zu vermeiden, sollte auf eine deutsche Bezeichnung wie „Werbung, „Anzeige“ oder „bezahlte Partnerschaft“ zurückgegriffen werden.
Story
Stories sind kurze Content-Beiträge auf Instagram, erreichbar über das Profilbild des Creators. Sie sind nur 24h verfügbar und können ein Bild oder Video sein. Es ist möglich, dabei andere Creator zu verlinken oder auch CTAs einzubauen, etwa Affiliate-Links.
Viele Creator erstellen aus ihren Stories sogenannte Highlights. Darüber können vom Creator ausgewählte Stories dauerhaft abgerufen werden. Das ist eine tolle Möglichkeit, etwa für Vorstellungen des Creatos, aber auch für Affiliate-Links zu Produkten oder zu Reisen, damit sich ein neuer Nutzer schnell einen Eindruck des Creators gewinnen kann.
UGC
UGC steht für User Generated Content. Als UGC Creator werden Creator bezeichnet, die für Marken professionelle Inhalte erstellen, die wie authentische Nutzervideos aussehen. Diese Inhalte werden dabei meist nicht auf dem Kanal des Creators ausgespielt, sondern in Form von Werbeanzeigen durch die Marke selbst.
UGC ist ein extrem wachsendes Geschäft, da Marken mit Werbeanzeigen dieser Art deutlich bessere Ergebnisse erzielen als mit klassischen Werbeanzeigen. UGC Ads wirken auf den ersten Blick nicht wie Werbung, sondern wie eine Story eines echten Endkunden, dem der Zuschauer mehr vertraut als den Versprechungen der Marke.
Immer mehr Creator arbeiten als UGC Creator, da es ein lukrativer Verdienst ist und unabhängig von der eigenen Community. Auch mit wenigen Followen kann ein Creator im Bereich UGC arbeiten.
UGC Creator sollten kreativ sein, Storytelling und Videoschnitt beherrschen – im Grunde das, was auch ein „normaler“ Content-Creator benötigt.
Views
Views (deutsch: Aufrufe) geben an, wie oft ein Video oder ein Beitrag aufgerufen wurde. Bei TikTok oder Instagram reicht dafür schon das Starten des Videos. Bei YouTube sind mind. 30 Minuten notwendig. Views sind eine der wichtigsten Kennzahlen im Content-Bereich – der Creator schaut drauf, Marken schauen darauf und auch Wettbewerber.
Creator können die Anzahl der Views ihrer Reels etwa für Dritte ausblenden. Views einer Story werden grundsätzlich nur dem Creator angezeigt.